Echte Wow-Momente

Diese natürlichen Schönheiten werden dir nicht nur den Atem rauben, sie bleiben für den Rest deines Lebens bei dir.

Vincent Guth

Tanzende Himmelslichter

Sie sind wie Ölgemälde, die sich fließend verändern. Mal mischt sich ein Hauch Zinnober in das leuchtende Grün. Es ist schier unmöglich, das Naturphänomen nicht mit offenem Mund zu bestaunen.

Aurora Borealis sind Phänomene, bei denen elektrisch geladene Teilchen auf die Gase der Erdatmosphäre treffen und sie schließlich zum leuchten bringen. Nordlichter sind genauso spektakulär wie es klingt. Die Lichtshow ist überall im Auroraoval zu sehen, der ellipsenförmigen Zone um die magnetischen Pole der Erde, um die die Lichter mit der größten Intensität auftreten. In Kanada sind die Nordlichter am besten in Manitoba, Yukon, in Nunavut und in den Northwest-Territories zu bewundern.

Christopher Gardiner

Der Alte wald

Wer auch im Urlaub Bäume umarmen oder auch nur einen spektakulären Wald sehen möchte, dem sei Cathedral Grove auf Vancouver Island empfohlen. Den ganzen Stamm einer uralten Douglasie zu umfassen ist allerdings nicht möglich: Einige Bäume im MacMillan Provincial Park sind etwa 800 Jahre alt und haben einen Umfang von spektakulären neun Metern.

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Einmal Paläontologe sein

Ein bisschen sollte man sich in diesem Fall schon für Naturgeschichte interessieren, auch wenn es nur für einen Jurassic-Park-Filmabend reicht. Doch wenn man diese Voraussetzung erfüllt, ist ein Spaziergang durch Albertas Dinosaur Provincial Park, auch bekannt als einer der weltweit größten Dinosaurier Friedhöfe, eine faszinierende Angelegenheit.

Vor fünfundsiebzig Millionen Jahren war Süd-Alberta ein blühender Ort prähistorischen Lebens. Hier tummelten sich Fische, Amphibien, Reptilien, primitive Säugetiere und eben Dinosaurier. Die Knochen wurden in Schichten von Sand und Schlamm begraben und sind schließlich fossilisiert. Neben fast 500 Tierarten beherbergt der Dinosaurier Provincial Park Fossilien von 40 Dinosaurierarten. 

 

Tim Gouw

Der Gipfel der Schönheit

Türkisfarbene Seen, makellosen Wildnis, schneebedeckte Berge und die pure Wildnis: Wer an Kanada denkt, denkt als erstes an die Rockies. Ob einer der vier Nationalparks erwandert wird, man die breiten Pisten beim Skifahren oder Snowboarden austesten möchte oder einfach nur auf einer unvergesslichen Zugfahrt an den Naturwundern vorbeirollt, die Schönheit dieser Region bleibt unvergessen. Es ist keine Überraschung, dass das UNESCO-Weltkulturerbe jährlich Millionen von Besuchern anzieht.

Fatima Zehra

Das laute Rauschen

Wer Nordamerikas ikonischen Wasserfall nicht mit eigenen Augen gesehen hat, kann sich diese immense Wucht der Wassermassen wohl kaum vorstellen. Die Menge der Wassermassen – um genau zu sein 168.000 Kubikmeter – ist schier unvorstellbar. Und hierbei handelt es sich lediglich um die Wassermenge einer Minute, die den Kamm der Horseshoe Falls hinabstürzt.

Es ist also durchaus ein Wunder, dass es in der Geschichte immer wieder leichtsinnige oder mutige Zeitgenossen (und -genossinnen) gab, die sich freiwillig der Kraft der Niagara Falls ausgesetzt haben, und sich in Fässern oder anderen Behältnissen 57 Meter die Tiefe fallen ließen. 

Als Besucher empfiehlt es sich, sich mit dem Boot in die Nähe zu wagen, an einer Tour in die Grotten hinter dem Wasserfall teilzunehmen oder sich für die perfekte Sicht einen Helikopterflug zu gönnen.

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Steine im Bann der Gezeiten

Wie wäre es mit einem Spaziergang am Meeresboden ohne Neoprenanzug und Taucherbrille? Jeden Tag leeren sich 100 Milliarden Tonnen Wasser aus der Bay of Fundy. Der Ort mit dem größten Tidenhub der Welt.

Denn wenn Ebbe herrscht, haben die Besucher die Möglichkeit, auf dem Ozeanboden zu den spektakulären Hopewell Rocks von New Brunswick zu spazieren. Diese bizarren Felsformationen sind bei Flut kaum zu sehen. Denn mit der Flut steigt der Wasserstand um rund 16 Meter und die Stein-»Skulpturen« verschwinden fast vollständig im Meer.

CTC

Ein Outdoor-Mekka

Die Group of Seven – so hieß ein Kreis kanadischer Landschaftsmaler – hat sich nicht ohne Grund dieses Fleckchen Erde ausgesucht, um die prächtigste Natur in Bildern zu verewigen. Der älteste Provincial Park des Landes, der Algonquin, ist für sein imposantes Farbenspiel insbesondere in den Abendstunden bekannt. Er ist aber auch Heimat der Elche, Revier der Kanuten und Campingziel vieler Abenteurer. Und trotz größter Beliebtheit verliert der Park auch zu Hochzeiten seine zen-artige Ruhe nicht.