Calgary tower hinter 2 Personen CTC

Ab nach Calgary – eine Stadt mit Charakter

Ab nach Calgary. Calgary ist eine Stadt fürs Herz! Ich habe mich nicht verschrieben – die Stadt in der westkanadischen Provinz Alberta ist sicherlich auch eine Stadt MIT Herz. Aber ich meine wirklich: Calgary tut einfach gut.

eine ganz normale großstadt?

Auf  den ersten Blick mag sie zunächst wie eine „ganz normale“ Großstadt anmuten: breite Straßen, Wolkenkratzer und der Flughafen in unmittelbarer Nähe.

Skyline Calgary
kyler nixon

 

Doch einmal in Downtown angekommen, offenbart sie ihren gemütlichen, bodenständigen und gleichzeitig lebendigen Charme: Hier hat sich ein Highfashion Schuhdesigner direkt neben einen  Countryclub angesiedelt, eine Westernbar neben einem Souvenirladen. In der Fussgängerzone spielt eine Newcomerband aus Lake Louise auf einem Pickup-Truck, einfach mal so und umsonst.

Newcomer Band spielt im Freien
Andy Lee

 

Passanten machen es sich spontan auf bunten Plastiksesseln bequem und bleiben für ein oder zwei Songs sitzen, bevor sie wieder ihren Geschäften nachgehen. Die freundlichen Kanadier verwickeln einen schon beim Kauf ein paar Grocery-Produkten gerne in ein lockeres Gespräch „hier sind die Äpfel wirklich am besten, und hast du schon die Birnen da drüben probiert?“ und der Barkeeper stellt sich zunächst mit seinem Vornamen vor, bevor er die Angebote auf der Tageskarte anpreist.

Pub mit Barkeeper
CTC

Da kann einem doch einfach nur warm ums Herz werden!

Vielleicht ist das hier auch fast lebensnotwenig, kann es in Calgary doch etwa acht Monate lang ziemlich eiskalt und schneeweiß sein.

 

vereint mit stolz

Ich bin allerdings im August hier und erlebe den Hochsommer. Was so viel hießt wie dass die Temperaturen tagsüber im strahlenden Sonnenschein locker in die Mitzwanziger klettern. Abends wird es jedoch recht schnell ein wenig frisch. Die Stadt putzt sich gerade für die Pride Parade am 2. September heraus und was kann es herzlicheres geben, als einen riesigen Regenbogen direkt auf der großen Straßenkreuzung im Stadtzentrum!

Regenbogen Zebrastreifen an Calgarys höchstem Gebäude von oben
Cordelia Neumetzger

 

Menschen aller Orientierungen sind Willkommen und Calgary schickt sich an, es ihrer „großen Schwester“ Toronto in Sachen Pride gleichzutun. Leider werde ich zur Parade nicht mehr da sein können. Deshalb schaue ich mich um, was sich in dieser kleinen Großstadt sonst noch so tut.

 

Los geht’s die Stadt erkunden

Durch die Innenstadt verkehrt der sogenannte CTrain weiter in die Außenbezirke. Die Innenstadtzone ist sogar gratis. Doch wer nicht ganz fußlahm ist, kann sich das Stadtzentrum auch locker erlaufen, so klein und übersichtlich ist sie.

Calgary
Patrick McVey

 

Ansonsten kann man jederzeit einen der freundlichen Locals nach dem Weg fragen. Zwischen den Hochhäusern immer wieder historische Gebäude mit Jugendstil-Fassaden und alten Anschriften. Zeugen aus der Zeit, in der Calgary im Ölrausch groß geworden ist und sich zu einer blühenden Stadt entwickelt hat.

Peace Bridge über den Bow River an einem sonnigen Sommer Tag in Calgary, Alberta, Canada.
EBAdventurePhotography/shutterstock.com

 

Blühen tut es auch auf Prince´s Island, das in wenigen Minuten über eine der vielen Brücken wie die bekannte Peacebridge, die den Bowriver überqueren, erreichbar ist.

 

Calgary geht durch den Magen

Neben den Grünanlagen und Wasserspielen lädt das River Café unbedingt zum Verweilen ein. Von der Terasse aus blickt man direkt auf die Skyline von Calgary. Das Café bietet ausschließlich Gerichte aus lokalen Zutaten an. Ich habe die Basilikum-Pannacotta  mit Kirschen und Schokocookies probiert. Eine einmalig leckere Komposition in Grün und Dunkelbraun.

Weisser Teller mit Essen in Calgary, River Cafe
Cordelia Neumetzger

 

Wenn wir schon beim Essen sind: Nicht vergessen, bei Made by Marcus Microcreamery vorbeizuschauen! Die oftmals längere Schlange vor der Tür kommt nicht von ungefähr. Die original „calgaryische“ Eisreme gibt es nicht nur in ziemlich abgefahrenen Sorten  wie “Jon´s Greatest Hits“, sondern sie schmeckt auch total frisch und lecker. Passend zur Pride habe ich natürlich das „Rainbow Sherbet“ probiert – einfach nur yummy! Der Eisladen selbst liegt auf der 17th AVE. Und das wäre dann die „Ausgehmeile“ von Calgary. In den Restaurants, Bars und Cafés genießt ein junges und frisches Publikum die lauen Sommerabende.

Eis von MADE BY MARCUS MICROCREAMERY
Bekir Donmez

 

Klein und fein präsentiert sich der Stadtteil Inglewood im Osten der Stadt. Hier kommt man bestens mit dem Bus hin und kann auf dem Hin- oder Rückweg noch einen kleinen Stop beim Calgary Fort einlegen. Wenn es einen wirklich historischen Punkt in dieser noch so jungen Stadt gibt, dann dort.

Fort Calgary
Cordelia Neumetzger

 

Auch vom Fort aus dient die Skyline einmal mehr als sehr pitoreske Fotokulisse. An der Hauptstrasse von Inglewood reihen sich kleine Boutiquen, Naturläden und Restaurants aneinander. Und wer mal „zurück in die Zukunft“ möchte, der sollte auf jeden Fall einen Burger oder Fries in Kale´s Harley Diner essen, inklusive Music Box aus den 60er Jahren.

 

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Offensichtlich ist Calgary schon allein des Essens wegen – und ich habe die vielen Craft Beer Brauereien wie den Mill Street Brewpub noch gar nicht erwähnt – einen Besuch wert.

 

Stillen des Entdeckungshungers

Doch das Herz schlägt nicht nur im Magen – die little big city hat noch so viel mehr zu bieten: den Calgary Zoo mit neuerdings auch niedlichen Pandabären, Museen wie das Glenbow Museum oder die  Civic Art Collection, idyllische Naturreservate wie das Bird Sanctuary  am Ortsausgang von Inglewood, und natürlich die Outdoors!!!!  Johnston…Banff… Lake Louise sind alle nur wenige Autostunden entfernt. Doch davon ein andermal mehr!

Glenbow museum mit Indianerbild
CTC

 

 

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