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Algonquin Provincial Park
Das Juwel unberührte Wildnis

Dichte Wälder und Wildtiere, klare Seen und plätschernde Bäche – das sind die Assoziationen mit dem Algonquin Provincial Park, ein riesiges Naturschutzgebiet im ansonsten dicht besiedelten Südosten Ontarios. Hier kann man tatsächlich noch unberührte Wildnis erleben – oder auch »The Real Great Outdoors« – wie es die Kanadier nennen.

Wir sagen es gleich: Es ist kein Park für Faulpelze. Landschaft bestaunen aus dem Autofenster? Fehlanzeige! Hier eröffnet die Natur ihre wahre Schönheit erst abseits der Straße. Das Rascheln der Bäume, die Begegnungen mit der Tierwelt, die zauberhaften Sonnenuntergänge – alles wahre Highlights eines jeden Kanadaurlaubers und nur für diejenigen zu haben, die sich den Park erwandern oder – wie es hier der gute Ton ist – erpaddeln.

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Denn im zweitgrößten Park Ontarios ist weder die Eisenbahn noch das Auto von großer Bedeutung. Das wichtigste Transportmittel ist eindeutig das Kanu oder das Kajak, dicht gefolgt von den kleinen Propellerflugzeugen, die auf den Seen landen. 2.400 Seen sollen es sein, die sich im Herzen des Parks befinden. Hinzu kommen Wasserläufe von etwa 1.200 Kilometern. Es ist also kein Wunder, dass der Abenteurer im Kanu den Park und seine Pracht am ehesten entdecken kann.

Was erwartet mich im ältesten Park Ontarios? 

Dichte Kiefernwälder, schroffe Klippen, kristallklare Bäche von Moos überwuchernde Moore und eben Tausende von Seen.

Voyageur Quest

Wer insbesondere zur Dämmerung geduldig in seinem Kanu abwartet, wird den einen oder anderen Elch aus dem Gestrüpp staksen sehen. Höchstwahrscheinlich wird er schnurstracks in den See marschieren. Aber nicht nur die beeindruckende Elch-Population zieht die Besucher magisch an. Der Park eignet sich fantastisch zur Wildtierbeobachtung. Ob nun die Schwarzbären, die hier fröhlich umhertollen, oder die fleißigen Biber, Otter und Vögel. Ein weiteres Highlight ist der Wolf.

Der mit dem Wolf heult?

Bob Hilscher/Shutterstock.com

Im Algonquin Provincial Park wird Wolf-Forschung betrieben. Das gemeinsame »Heulen« mit zig anderen Touristen ist eine einzigartige Möglichkeit, sich von der Gegenwart des pelzigen Raubtiers zu überzeugen, denn die Wölfe antworten bereitwillig auf das menschliche Nachahmen ihrer Laute.

Meist an Sommerabenden hat ein Experte des Parks die Aufgabe, eine »Wolfheulsitzung« für interessierte Besucher durchzuführen. Und so finden sich Tierfreunde ein, um in der Dämmerung unter dem Sternenhimmel gemeinsam auf die doch leicht schauerlichen Antworten der »echten« Wölfe zu lauschen.

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Hierhin lohnt sich ebenfalls ein Abstecher

Nicht gähnen, wenn ich sage, dass das Algonquin Visitor Centre unbedingt zu den Must-Dos zählen sollte. Denn hierbei handelt es sich um ein Besucherzentrum von Weltklasse. Präsentiert werden die Pflanzen-und Tierwelt, die Geschichte sowie die Geologie des Parks. Doch am spektakulärsten sind die Aussichtspunkte.

Max_Coquard

Auch schön ist das Alqonquin Logging Museum. Es befindet sich an einem 1,5 Kilometer langen Weg – und bietet kostenlosen Eintritt. Das ausgezeichnete Museum behandelt mit vielen Exponaten die Geschichte der Holzfällerei im Park. Die Ausstellung bleibt auch dann geöffnet, wenn der Empfangsbereich, der Buchladen und das Auditorium bereits geschlossen sind.

Die Top-Five Wanderungen 

Ob der Aufenthalt nur einen Tag oder einen ganzen Monat währt, es ist ein Muss, einen Teil der insgesamt mehr als 140 Kilometer Wanderwege abzulaufen. Unter ihnen befinden sich auch viele kürzere Wanderwege, die leicht vom Highway 60 aus erreichbar sind.

Mizzy Lake – mittelschwer, 11 Kilometer Rundweg – ist ein Traumpfad, um die Tierwelt des Parks kennenzulernen. Alle Spezies, die den Algonquin PP bewohnen, wurden schon entlang dieser Strecke gesichtet. 

Chris Hill/Shutterstock.com


Track & Tower 
 – mittelschwer, 7,7 Kilometer langer Rundweg. Dies ist ein ruhiger Weg am See entlang mit einem ungewöhnlichen Aussichtspunkt an einer aufgegebenen Bahnstrecke. 

Booth’s Rock  – schwer,  5 Kilometer langer Rundweg. Wer hier unterwegs ist, orientiert sich an der aufgegebenen Bahnstrecke. Die Strapazen werden durch atemberaubende Aussichten auf ausgedehnte Seen und Wälder belohnt. 

AnneLaure Artaud/Unsplash.com


Centennial Ridges
 – schwer, 10 Kilometer langer Rundweg. Diese Strecke ist die fotogenste. Die Panorama-Ausblicke auf den gesamten Park lassen erahnen, dass es durchaus steil bergauf geht. Aber die Belohnung ist atemberaubend schön.

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Lockout Trail – mittelschwer, 2 Kilometer langer Rundweg. Das ist der populärste Wanderweg des Parks. Das aus gutem Grund, denn die Wanderung führt durch ein prächtiges Stück Natur. Allerdings ist es auch ein Weg, den man in der Hauptsaison vielleicht meiden sollte, um die Schönheit des Parks nicht mit Tausenden teilen zu müssen. 

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Wo schlafen? 

Im Park gibt es neben den Campingplätzen drei gehobene Lodges, die vom Highway 60 aus gut erreichbar sind.  Achtung, die Lodges schließen außerhalb der Hauptsaison. Sie sind somit meist nur von Mai bis Oktober geöffnet.

Arowhon Pines ist die größte und luxuriöseste der All-inklusive-Lodges im Park. Für diejenigen, die sich mal gefragt haben, wie denn ein Ferienlager für Erwachsene aussehen könnte: Hier ist es. Kanus und Kajaks  zur freien Verfügung, Wander- und Mountainbikewege vor der Tür, Tennisplätze, eine Sauna und natürlich ein erstklassiges Restaurant. Die herrlich abgeschiedene Bleibe liegt acht Kilometer nördlich des Highway 60. Die Vollpension ist im Preis inbegriffen. Wer jedoch ein Gläschen Wein zum Dinner genießen will, muss sich diesen selbst mitbringen.

Killarney Lodge: Ganz schön alt sind die Hütten dieser Lodge. Wobei die Betonung auf »schön« liegt. Die Hütten stammen allesamt aus den 1930er Jahren und liegen unmittelbar am Wasser. Sie sind das perfekte Urlaubsziel für Familien, die ihre freien Tage gerne in Holzhütten in der Wildnis verbringen möchten. Die Anlage auf einer Halbinsel am See ist idyllisch:  Von hier aus unternimmt der Urlauber eine Paddeltour oder entspannt sich auf der eigenen Terrasse.

Max Coquard


Bartlett Lodge
:
  Die Hütte »Sunrise« ist wohl das spannendste Exemplar dieser Lodge.  »Sunrise« steht am See, hat zwei Schlafzimmer und wird autark durch Solarstrom versorgt. Die Lodge hat aber noch weitere Hütten und Glamping-Zelte. Wer hierher gelangt, kommt mit dem Boot, das man mithilfe eines Telefons am anderen Ufer bestellt. So fängt der Abenteuerurlaub doch schon mal gut an … 


Auch gut zu wissen

Ein Geheimtipp ist der Park wahrhaftig nicht. An Besuchern herrscht speziell in den Sommermonaten kein Mangel, dafür aber ist der Herbst einsamer und dank Indian Summer auch eine schön anzusehende Alternative. Die Beliebtheit des Parks hat auch für Touristen große Vorteile, denn der Algonquin Provincial Park ist von den Großstädten Toronto, Ottawa oder Montréal nur wenige Autostunden entfernt. Rund eine Dreiviertelmillion Besucher sollen es jährlich sein.

Elena Elisseeva/Shutterstock.com

 

Der Park ist der perfekte Ort für Paddeltouren. Es gibt viele Veranstalter, die Touren für Anfänger oder aber auch erfahrene Outdoor-Enthusiasten anbieten. Natürlich darf man auch auf eigene Faust rausfahren. Dazu empfiehlt es sich aber, vorweg zu reservieren, damit die gewünschte Kanuroute auch frei ist, da ein Quotensystem den Zugang regelt.

 

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