Person steht im Wald unter grünen Nordlichtern und fotografiert diese. Kwan Fung / Unsplash.com

Die besten Fotospots der Northwest Territories

Die Northwest Territories begeistern mit ihrer vielseitigen Landschaft und sind ein Paradies für Fotograf:innen. Wer ikonische Fotomotive in den Northwest Territories sammeln möchte, sollte im Norden Kanadas die Kamera stets griffbereit halten. So werden Bilder zu ganz persönlichen Erinnerungsstücken.

Eisiges Foto-Vergnügen

Fallen die Temperaturen in Kanadas Norden unter die –30 °C, verwandelt sich die Landschaft in einen Ort der Extreme. Warme Handschuhe sind hier auch beim Fotografieren Pflicht. Spektakulärer Fototipp: heißes Wasser in die eisige Luft werfen. Das Wasser friert noch im Flug zu einer glitzernden Eisfontäne. Ideal für Social-Media-Clips, wie man sie auch auf Instagram unter #SpectacularNWT finden kann.

Person wirft Wasser in kalte Luft, das direkt zu Eis gefriert.
Aaron Tambour

Spazieren über die Ice Roads

Im Winter frieren in den Northwest Territories die Seen und Flüsse zu. So entstehen Straßen aus Eis, die selbst schwere Fahrzeuge tragen. Besonders aufregend ist der Eis-Highway zwischen Aklavik und Inuvik, der über ein verzweigtes Flussbett führt. In Yellowknife findet ihr die rund 6,4 Kilometer lange Dettah Ice Road (über diesen Link lassen sich Informationen zu Ice Roads Expeditions aufrufen.) Wer die Kamera ganz dicht über die Oberfläche des Eises hält, kann die feinen Strukturen und Lufteinschlüsse einfangen – dabei wird jedes Foto ein eigenes kleines Kunstwerk. Bitte beachtet vor Betreten der Eisflächen die lokalen Sicherheitsinformationen.

Details in gefrorener Eisfläche auf Eis-Highway.
Justin Kauffman / Unsplash.com

Riesentipi in Fort Simpson

An der Ehdaa National Historic Site erwartet euch ein eindrucksvolles Fotomotiv mit großer kultureller Bedeutung. Hier steigt ein 15 Meter hohes Tipi aus massiven Gelbzederstämmen empor. Gebaut wurde das Kunstobjekt von der Ältesten der Łı́ı́dlı̨ı̨ Kų́ę́ First Nation. Anlass war der Besuch von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1987 (dieser Link führt zur Website von Spectacular Northwest Territories) .

Riesentipi aus Holz in Ehdaa National Historic Side durch das die Sonne scheint.
NWT Tourism

Nächster Halt: Bison-Foto

Wer einem Bison begegnet, vergisst das wahrscheinlich nicht so schnell. Umso schöner, wenn man diesen Augenblick mit der Kamera festhält. Möglich wird das in der South- oder North-Slave-Region auf dem Yellowknife Highway (Highway 3). Hier wird die Straße gerne mal von den zotteligen Wildtieren blockiert – ein beliebtes Motiv. Habt dabei bitte Respekt vor den Tieren und bleibt in sicherer Distanz im Fahrzeug. Möchtet ihr ein Bison abseits der Straße vor die Linse bekommen, besucht den Wood Buffalo Nationalpark im Süden der Northwest Territories (dieser Link führt zu weiteren Informationen zum Wood Buffalo Nationalpark). Auch hier gilt: Mit einem Teleobjektiv knipst ihr aus sicherer Entfernung hochwertige Fotos, ohne die Wildtiere zu stören.

Bison steht am verschneiten Straßenrand in Yellowknife.
Tevin Trinh / Unsplash.com

Die »Cirque of the Unclimbables«

Wer tief in die Dehcho Region im Nahanni National Park Reserve eintaucht, findet markante Granitfelsen, die wie Nadeln aus den alpinen Wiesen emporstechen. Die »Cirque of the Unclimbables« sind Teil der ersten UNESCO-Welterbestätten und gemeinsam mit dem »Lotus Flower Tower«-Gipfel, ein beliebter Spot zum Klettern und Fotografieren (mit diesem Link lassen sich weitere Informationen auf der Website von Spectacular Northwest Territories finden). Campen könnt ihr in Fairy Meadow, von hier aus gibt es einen spektakulären Blick auf die Gipfel im warmen Abendlicht.

Riesige Felsen im Nahanni Natioal Park Reserve. Panoramabild.
Darren Roberts / NWT Tourism

Auch hier lohnt sich ein Rundflug, am besten ab Fort Simpson. Dabei lassen sich nicht nur die »Cirque of the Unclimbables« bestaunen, sondern auch die Virginia Falls und der South Nahanni River.

Die Houseboat Bay in Yellowknife

In der Bucht des Great Slave Lake liegt ein Wohnviertel der etwas anderen Art: Farbenfrohe Hausboote stehen hier Reling an Reling. Vom Bush Pilot’s Monument hat man einen Blick auf die Szenerie, bei der es scheint, als würde sie nur darauf warten, endlich fotografiert zu werden. Im Winter liegen die Hausboote eingefroren im Eis, im Sommer spiegeln sich ihre bunten Farben im Wasser (weitere Informationen zu Houseboat Bay lassen sich mit diesem Link aufrufen). Habt ihr wasserfestes Equipment, dann könnt ihr euch Kanu, Kajak oder SUP mieten und die Region vom Wasser aus erkunden.

Blick auf die Houseboat Bay. Verschiedene bunte Hausboote stehen in einer Bucht.
Ian Keefe / Unsplash.com

Die Pingos der Western Arctic

Wer etwas Besonderes fotografieren möchte, sollte sich die Pingos in der Nähe von Tuktoyaktuk anschauen. Durch den jahrhundertelangen Druck des Permafrosts erheben sich die surrealen Giganten aus Eis und Erde aus dem Boden. Der Ibyuk Pingo ist mit seinen 49 Metern Höhe der bekannteste Pingo der Region. Die gesamte Pingo Canadian Landmark ist unter staatlichem Schutz, damit die einzigartigen geologischen Formationen erhalten bleiben (dieser Link öffnet weitere Informationen auf der Website von Spectacular Northwest Territories). Eine geführte Tour unter indigener Leitung lohnt sich, da so die Landschaft mit lokalen Perspektiven verknüpft wird.

Pingos Hügel in Wasserlandschaft.
Eighty One Images / NWTT

Vom Aussichtspunkt »Pingo Pullout« könnt ihr die Hügel auch aus der Ferne sehen. Ideal für ein Panoramabild.

Treibholz-Kunst: Die Log Bridge von Norman Wells

In der abgelegenen Gemeinde Norman Wells steht ein beeindruckendes Bauwerk: Die rund 10 Meter lange Log Bridge ist aus Treibholz gefertigt und wurde von Baumeister Rick Muyres gestaltet. Im frischen Schnee erscheinen die künstlerischen Konturen ganz weich, sehr schön für ein Bild im Reisetagebuch. Der Ort in der Sahtu Region ist ein Geheimtipp für Landschaftsfotograf:innen. Wer schon einmal hier ist, sollte über einen Rundflug nachdenken. Von oben lassen sich die Mackenzie Mountains und der historische Canol Trail erblicken (weitere Informationen zu Rundflügen in den Northwest Territories lassen sich mit diesem Link aufrufen).

Kunstvolle Log Bridge in Norman Wells im Schnee.
Nicky Lynn Richards / NWTT

»Arctic Ocean«-Sign in Tuktoyaktuk

Ein Roadtrip der Superlative: Erreicht ihr das Ende des Inuvik-Tuktoyaktuk-Highways, stoppt ihr vor dem ikonischen Schild mit der Aufschrift »Arctic Ocean«. Dahinter nichts als den Arktischen Ozean (dieser Link führt zu weiteren Informationen zum Inuvik-Tuktoyaktuk-Highway). Perfekt für ein starkes »Ich hab’s geschafft«-Bild. Wer Lust hat, teilt sein Foto über #SpectacularNWT.

Schild mit der Aufschrift "Arctic Ocean" steht vor dem Meer bei Nacht im Schnee. Darüber sind Polarlichter zu sehen.
Chris Kelly / NWTT

Aurora Borealis

Das wohl bekannteste Fotomotiv Kanadas: die Nordlichter. Kaum etwas anderes fängt die Essenz der Northwest Territories so gut ein wie die tanzenden Lichter am Sternenhimmel. Die Nordlichter, oder auch Aurora Borealis genannt, sind hier intensiv zu sehen, da die Luft klar und trocken ist. Die weiten Horizonte und die geringe Lichtverschmutzung sind ideale Bedingungen für einen Blick auf das Naturschauspiel. Sichtbar von Ende August bis April, die besten Chancen habt ihr im Winter.

Auroravillage, eines der indigenen Erlebnisse in Kanada
Indigenous Tourism Canada

Auf einer geführten Aurora-Tour zeigen euch erfahrene Guides die besten Orte und die optimalen Kameraeinstellungen, damit ihr ein gelungenes Erinnerungsfoto mit nach Hause nehmen könnt (dieser Link führt zu Informationen zu geführten Touren in den Northwest Territories).

Die Northwest Territories sind ein Ort, an dem jedes Foto eine Geschichte erzählt und jede Region neue Perspektiven eröffnet. Ein echtes Paradies für alle, die die Welt durch die Linse entdecken wollen.

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