Tertia van Rensburg

Der Ufo-Landeplatz

Wer gerne grüne Männchen sehen möchte, sollte nach St. Paul in Alberta reisen und viel Geduld mitbringen. Denn hier wird sehnsüchtig und hochprofessionell auf Außerirdische gewartet. Kein Scherz.

Für Besucher wichtig zu wissen: Der sogenannte Flying-Saucer Landing Pad (Landeplatz für fliegende Untertassen) ist stets geöffnet und wartet seit der Eröffnung auf seine ersten Kunden. Immerhin meldet sich so ein Raumschiff selten vor der Landung an. Also heißt die Devise seit 50 Jahren: allzeit bereit!

 

 

Das klingt wie ein Szenario aus der einstigen Erfolgsserie Akte X. Oder vielleicht auch wie eine Glosse aus dem Online-Satiremagazin Postillion. Doch weit gefehlt. Es ist Realität. Anwohner von St. Paul bauten das zwölf Meter hohe, kreisrunde Podest 1967 als Teil eines kanadischen Jahrhundertpojekts. Gleichzeitig erklärten sie das Land unter dem Landeplatz zum internationalen – und, das versteht sich von selbst, intergalaktischen – Territorium.

Es ist angeblich die größte und einzige Ufo-Landebahn der Welt und natürlich seit jeher eine Pilgerstätte für Ufo- und Alien-Fans.
 

 

Ein Highlight ist das UFO Data Center. Hier gibt es einen thematisch passenden Souvenirladen (Achtung, man kann sich hier ewig aufhalten!) und ein Buch mit den 137 registrierten lokalen Sichtungen der fliegenden Untertassen. Doch das kann noch gesteigert werden mit Bildern und Berichten über Entführungen, Viehverstümmelungen und Kornkreisen, die ebenfalls im Umkreis des Städtchens im Lake District stattgefunden haben sollen. Da ist es nur konsequent, dass es auch eine Ufo-Hotline gibt, bei der neue Sichtungen von Außerirdischen oder ihren Fortbewegungsmitteln gemeldet werden können.

 

 

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Jetzt könnte man meinen, dass nach all den Jahren ohne gelandeten Aliens ein Umdenken stattgefunden hat. Doch das Gegenteil ist der Fall. Zum 150. Geburtstag Kanadas hat sich der Landeplatz noch einmal herausgeputzt und er wurde frisch renoviert. 

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