Charaktere Shane Hollander und der Russe Ilya Rozanov der Serie "Heated Rivalry" küssen sich auf dem Connor Rooftop. Sabrina Lantos / Warner Brothers

Auf den Spuren der „Heated Rivalry“-Serie in Ontario

Die queere Romance-Serie „Heated Rivalry“ ist eine leidenschaftliche Reise in die Welt des Eishockeys. Und zwischen heimlichen Blicken und großen Gefühlen legt Ontario eine Performance in Bestform ab. Die Serie wurde fast komplett in Ontario gedreht, wobei die Provinz als Hockey Heaven glänzt – mal erscheint sie dabei als Toronto, mal als Russland und mal als Las Vegas.

Die „Heated Rivalry“ -Serie, basierend auf dem Kultroman von Rachel Reid und läuft in einigen Ländern bereits seit Ende 2024. Seit dem 4. Februar 2026 lässt sie sich endlich auch in Deutschland streamen – bei HBO Max.

Ausschnitt der Serie "Heated Rivalry", auf dem Eishockeyfeld.
Sabrina Lantos / Warner Brothers

Im Mittelpunkt stehen Shane Hollander aus Kanada und Ilya Rozanov aus Russland. Zwei Eishockey-Profis, zwei Alphatiere auf dem Eis, eine Beziehung, die in der gnadenlos maskulinen Hockey-Welt geheim bleiben muss. Die erste Staffel mit sechs Episoden erzählt ihre Geschichte von den grauen Junior-Ligen bis in die schillernde Welt millionenschwerer Profi-Athleten.

Showrunner Jacob Tierney beschreibt den Look der Serie als Harlequin-Romance. Also bewusst glamourös, emotional aufgeladen und visuell immer ein bisschen größer als das echte Leben. Genau dieser Ansatz macht Ontario zur perfekten Bühne.

Ontario als Baukasten für die große Hockey-Welt

Die Orte Toronto, Hamilton, Guelph und die Muskoka-Region in Ontario springen in „Heated Rivalry“ für halb Nordamerika und darüber hinaus ein. Die Provinz funktioniert hier wie ein wandelbares Set, das Beton, Luxus und Natur mühelos kombiniert.

Person mit Ontario-Mütze und Hockeyschläger steht auf Eisfläche in Ontario.
Destination Ontario

Viele Szenen, die angeblich in den USA oder in Russland spielen, entstanden rund um Toronto. Für nächtliche Vegas-Momente kam moderne LED-Volume-Technologie zum Einsatz. Das Ergebnis wirkt glamourös, aber nie hyperrealistisch. Genau richtig für eine Geschichte, die mehr Gefühl als Dokumentation sein will.

Toronto: Rooftops, Penthouses und codiertes Begehren

Toronto zeigt sich von seiner luxuriösen Seite. Das Joni Restaurant im Park Hyatt Toronto ist Kulisse für eine Szene, die eigentlich in Las Vegas spielt, und füllt diese mit purer Eleganz (dieser Link öffnet die Website des Joni Restaurants). Besonders auffällig: das Rooftop-Pooldeck Lavelle. In der Serie dient es als idealisierte Bühne für amerikanischen Leisure-Luxus. Ein öffentlicher Ort, an dem Nähe existiert, aber nie offen gelebt werden darf (dieser Link führt zur Website des Lavelle).

Joni Restaurant im Park Hyatt Hotel in Toronto.
Destination Ontario

Hotel- und Penthouse-Szenen wurden in echten Unterkünften gedreht. Teilweise bauten die Produktionsdesigner sogar Küchen in Suiten ein, damit aus einem anonymen Luxus-Wochenende glaubhafte, bewohnbare Räume entstanden. Toronto wirkt hier elegant, international und leicht entrückt. Genau der richtige Kontrast zur inneren Zerrissenheit der Figuren.

Skyline von Toronto im Sonnenuntergang.
Berkay Gumustekin / Unsplash.com

Toronto gilt nicht umsonst als „Hollywood North“. Die Metropole ist mit ihrer Nähe zur Natur, der vielseitigen Architektur und den modernen Produktionsstudios ein beliebter Standort für internationale Filmproduktionen. Wer tiefer in die Filmgeschichte Torontos eintauchen möchte, kann auf einer geführten Hollywood North Experience Tour bekannte Drehorte der Stadt besuchen.

Hamilton: Backstreets, Zwischenräume und Unsichtbarkeit

Hamilton liefert das Gegengewicht. Rauere Straßenzüge, Nebenstraßen, Orte zwischen zwei Spielen. Hier hängen Shane und Ilya herum, machen Fehler, versuchen unsichtbar zu bleiben.

Dundurn Castle in Hamilton.
Marcel Conrad / Shutterstock.com

Ein überraschender Auftritt: Dundurn Castle. In einer Jogging-Sequenz steht das klassizistische Herrenhaus plötzlich für Russland. Die Architektur erzeugt sofort Distanz und eine fast historische Schwere (über diesen Link lässt sich die Website des Dundurn Castle finden). Auch die Außenanlagen des Burridge Gyms an der McMaster University tauchen auf. Fans erkennen hier den Ort des ersten Zusammentreffens der beiden Rivalen.

Das Ciao Bella Restaurant in Hamilton.
Ciao Bella Restaurant

Wem die Szenen zwischen Shane und seinen Eltern nicht aus dem Kopf gehen: Das italienische Lokal Ciao Bella, in dem die Treffen gedreht wurden, liegt im Herzen der Stadt und lässt sich auch im echten Leben besuchen (mit diesem Link lässt sich die Website des Ciao Bella Restaurants aufrufen). Ebenfalls sehenswert ist der Pink Tunnel, eigentlich Ferguson Avenue Tunnel, der mit seinen Anti-Mobbing-Graffitis ein beliebtes Fotomotiv für Fans ist und in der Serie zum Schauplatz für die innere Zerrissenheit der Figuren wird.

The Pink Tunnel in Hamilton.
Tourism Hamilton

Zu den weiteren Drehorten in Hamilton zählt die eindrucksvolle Liuna Station, deren historische Kulisse den glamourösen Gala-Szenen ihren besonderen Glanz verleiht. Auch die FirstOntario Concert Hall und das Café Relay Coffee Roasters wurden für die Romance-Serie genutzt (mit diesem Link lässt sich die Website von Relay Coffee Roasters finden).

Relay Coffee Roasters in Hamilton.
Tourism Hamilton

Hamilton fühlt sich in der Serie geerdet an. Weniger Glanz, mehr Realität. Genau das verstärkt die emotionalen Spannungen.

Guelph: Helles Eis, dunkle Gefühle

Die Eishockey-Szenen entstanden überwiegend im Sleeman Centre in Guelph (mit diesem Link lässt sich die Website des Sleeman Centre aufrufen). Auffällig ist das Licht. Hell, fast schon steril. Wie in einem Supermarkt. Dieser Look setzt einen bewussten Kontrast zu den weich ausgeleuchteten Hotelzimmern und Schlafzimmern.

Hockeyspiel Nahaufnahme.
Markus Spiske / Unsplash.com

Auf dem Eis ist alles sichtbar, öffentlich, kontrolliert. Abseits davon beginnt das heimliche Leben. Guelph wird so zum emotionalen Scharnier der Serie.

Muskoka: Das Cottage als Ort der Freiheit

Das Finale führt in die Muskoka Lakes, Kanadas legendäres Cottage Country. Das spektakuläre Glas-Haus liegt real nördlich von Toronto und wurde von Architekt Trevor McIvor entworfen. Offene Räume, viel Licht, Natur überall.

Cottage aus der Serie Heated Rivalry am Muskoka Lake.
Airbnb

In einer langen Walk-through-Einstellung nutzt die Serie die Architektur, um ein Gefühl von Freiheit zu zeigen. Zum ersten Mal müssen Shane und Ilya nicht überlegen, wer zuschaut. Das Cottage wirkt wie eine temporäre Utopie. Für viele Fans gilt dieser Ort bereits jetzt als Pilgerziel in Muskoka.

Charaktere Shane Hollander und der Russe Ilya Rozanov der Serie "Heated Rivalry" duschen gemeinsam.
Sabrina Lantos / Warner Brothers

Fans können ab diesem Frühjahr in dem Barlochan Cottage übernachten. Bis zu sechs Gäste finden hier Platz, verteilt auf drei Schlafzimmer. Das Cottage liegt am Ufer des Muskoka Lake und bietet Zugang zu Kanus und Kajaks, inklusive traumhafter Sonnenuntergänge. Ab dem 3. März lässt sich die Unterkunft über Airbnb buchen und ist in nur 90 Minuten vom Toronto Pearson Airport aus zu erreichen. Und an die Fans der Serie: Die Feuerstelle ist natürlich ebenfalls Teil des Anwesens (über diesen Link findet man das Cottage auf AirBnB).

Innenbereich des Cottage aus der Serie Heated Rivalry am Muskoka Lake.
Airbnb

Räume erzählen Gefühle

„Heated Rivalry“ arbeitet konsequent mit Gegensätzen. Grelle Arenen treffen auf intime Zimmer. Beton auf Glas. Öffentlichkeit auf Rückzug. Die Choreografie der Figuren passt sich den Räumen an. Türen, Fenster, Kücheninseln und Blickachsen bestimmen, wie Nähe entsteht.

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Weitere Informationen

Für Reisende lässt sich die Serie wunderbar als visuelle Route durch Ontario lesen. Von Hamiltons Backstreets über Torontos Rooftop-Pools bis zum stillen See in Muskoka. Hockey Heaven eben. Mit Herzklopfen.

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