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Meine Top-8-Klettergebiete in Kanada

Wieso nicht einmal hangelnd Kanada entdecken? Aber halt. Nicht, dass ihr denkt, das ist meine Lieblingssportart. Ich bekomme schon auf einem Stuhl Höhenangst. Aber wer sich gern das zweitgrößte Land von einer Felswand ansehen möchte, der ist hier richtig.

Die Auswahl an Bergen ist schier unendlich. Kletterer können praktisch ihr gesamtes Leben damit verbringen, Bergspitzen und Kletterrouten zu erkunden. Wahrscheinlich reicht ein Menschenleben dafür nicht einmal aus, um allein die bekanntesten Felswände und Kletetrsteife zu begehen. Hinzu kommen noch zahlreiche Gebiete, die weitesgehend unerschlossen sind und wahre Wildnis bieten. Hier unsere Top-8-Klettergebiete.

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Der Westen

Squamish, British Columbia – Die Hauptstadt der Adler – kein Scherz! – liegt etwa eine Stunde nördlich von Vancouver entfernt. Die 17.000 Einwohner-Stadt gilt als eines der bekanntesten Kletterziele des Landes. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Über 1.500 Routen sind hier begehbar, darunter die berühmte Grand Wall am »Chief« – ein Granit-Monolith, der 700 Meter hoch ist. Hunderte von Strecken führen nach oben. Auch schön, allein wegen des Namens, ist der Clint Eastwood Felsen. Hier ist Bouldern angesagt. Es gibt drei Wege nach oben. The Good, The Bad and The Ugly.  Mehr infos hier.

Canmore, Alberta . Auch Kanada hat einen alpinen Club. Der sitzt nämlich in Canmore. Die Nähe zum Banff National Park ist wahrscheinlich kein Zufall. Hier gibt es ziemlich viele Kletterrouten, von steilen Kalksteinfelsen bis zu einer der längsten Sportrouten für Mehrseillängen-Touren in Nordamerika. Mehr Infos 

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Zentralkanada



Thunder Bay, Ontario – Die Stadt, die am Lake Superior liegt, ist umgeben von Klettergebieten, manche davon nur einen Steinwurf (um genau zu sein: 15 Minuten) entfernt. Abenteuerliche Touren sind im Sleeping-Giant-Provinzpark 
möglich. Wer hoch hinaus will, ist hier richtig. Mehr Infos hier. 

Val-David, Québec – An dem 5.000-Seelen-Dorf in den Laurentian Mountains liegt eines der etabliertesten Klettergebiete Kanadas. Parc Dufresne ist etwa eine Stunde von Montréal entfernt und bietet reichlich Auswahl für Könner und Anfänger mit 500 verschiedenen Kletterrouten. Mehr Infos hier.

 

Am Atlantik

Sorrow’s End, Nova Scotia – Einer der schönsten Orte in Nova Scotia zum Klettern ist Sorrow’s End. Der Name ist Programm, denn schon beim Anblick des Shellbird Sees inmitten der kargen Küsten von Terence Bay lässt die Natur die Sorgen des Alltags vergessen. Richtig toll ist der Meeresblick von der Spitze der Klippe. Gerade im Herbst – also während des Indian Summers – sind die Farben eine Pracht. Das Gebiet wurde ursprünglich von Nick Sagar, einem lokalen Kletterheld, entwickelt. Mittlerweile gibt es etwas 25 etablierte Routen, ein Drittel davon insbesondere für Sportkletterer geeignet. Detaillierte Infos hier.

Flat Rock, Newfoundland – 20 Minuten von der Stadt St. John’s entfernt liegen die Klippen von Flatrock. Hierbei handelt es sich um Felsen, deren Gestein Risse und Kerben hat. An diesen Klippen gibt es über 100 Routen, viele von ihnen sind schon markiert und ausgestattet. Zwar ist Flatrock insbesondere bei Wanderern beliebt, aber eindeutig nicht überlaufen. Auch Bouldern ist möglich. Es gibt beispielsweise die »Big Wall«, die viele Herausforderungen bereit hält. Mehr dazu hier.

Asymetric/Jason Van Bruggen
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Der Norden

The Cirque of the Unclimbables, Northwest Territories – »The 50 Classic Climbs of North America«heißt die Bibel der Kletterer in Amerika. Dort enthalten ist der Lotus Flower Tower, auch kurz LFT genannt, der sich am Rande der Northwest Territories in den Logan Mountains befindet. Die Anreise ist abenteuerlich und lang, aber es lohnt sich, denn LFT ist ein beeindruckendes Felsstück mit Granitspitzen. Der Name stammt aus der Annahme, dass er unbezwingbar wäre. Doch heute gibt es auch leichtere Aufstiege, für die man kein Profi sein muss. Mehr Infos.

The Rock Gardens, Yukon – Es muss nicht immer das größte Kletter-Abenteuer im rauen Norden sein. Gleich beim Alaska Highway, außerhalb von Whitehorse, lockt Rock Gardens mit moderaten Strecken. Mehr Infos.

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