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Crazy in love: Ungewöhnliche Spots in Toronto

Die Hotels sind schick. Die Restaurants sind fantastisch. Die Bars sind absolut hip und die Menschen unglaublich nett. Es bedarf keiner weiteren Gründe sich in Toronto zu verlieben. Doch die coole kanadische Metropole hat auch eine durchaus schräge Seite an sich – die mindestens so liebenswert ist.

 

Gerne halbe Sachen: Toronto’s Half House

Auf der Saint Patrick Street in Toronto steht ein halbes Haus. Richtig gehört. Leicht zu erkennen am Spitzdach, das in der Mitte fein säuberlich halbiert wurde. Passend trägt es die Hausnummer 54 ½.  Doch wie kam es zu dem ungewöhnlichen Haus, das einer Photoshop-Montage gleicht?

Normalerweise machen Kanadier ja keine halben Sachen, aber dem Immobilienhändler Windlass Holdings Ltd. blieb in den 60er Jahren keine Wahl. Früher standen hier sechs identische Häuser, die dann von der Firma abgerissen wurden. Die Anwohner wurden gedrängt auszuziehen, doch einer weigerte sich bis zum Schluss: der Herr aus 54 ½. So wurden Schritt für Schritt die einzelnen Häuser abgerissen. Die andere Hälfte der Nummer 54 wurde säuberlich getrennt. Das grenzt an eine chirurgische Meisterleistung.

half house toronto

Tote Hose im SkullStore Oddity Shop

Achtung, es gruselt. Immerhin befindet sich in dieser Lokalität eine Sammlung an menschlichen Überbleibseln, tierischen Körperteilen und andere makaberen Kuriositäten. Wozu? Nun ja, dies ist ein Shop.

Die Schädel von Menschen oder Tieren werden hier verkauft. Und wir reden nicht von Schnäppchenpreisen. Und das ist legal. Kein Tier wird extra für diesen Verkauf sterben. Es sind eher Fundstücke aus der Natur. Auch wer nicht kaufen will, kann sich umsehen. Es ist skuril. Und spannend.

 

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Bis in die Puppen – Leslieville’s Crazy Doll House

Leslieville ist eine ruhige und unscheinbare Nachbarschaft, die sich unmittelbar an den Ontario Lake im Osten Torontos schmiegt. Früher wohnten hier vorrangig Arbeiter. Heute sind es klassische Einfamilienhäuser, die das Bild des Viertels prägen.

Alles ganz normal. Bis auf ein einziges Haus. Statt Hortensien und Lilien ist der Vorgarten des Doll House bis auf den letzten Zentimeter mit Superhelden, Hello Kitty, Meerjungfrauen und anderen Puppen bestückt, die die Besitzerin Shirley Sumaiser nach dem Tod ihres Mannes anfing zu sammeln. Heute ist ihre Sammlung der Hingucker der Gegend.

 

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Wer suchet, der findet in der Thomas Fisher Rare Book Library

Ungewöhnlich ist auch der Bücherbestand der Thomas Fisher Rare Book Library. Die Bücherei beherbergt eine der außergewöhnlichsten Bücher-Sammlungen des Landes, so auch die Rare-and-Special-Kollektion der Universität von Toronto. Die Sammlung wird stets erweitert und ist der Öffentlichkeit zugänglich.  

https://www.flickr.com/photos/thomasfisherlibrary/

Unendliche Geschichten im The Monkey’s Paw

Noch mehr Bücher: Stephen Fowler eröffnete im März 2006 den Buchladen The Monkey’s Paw. In den Regalen stehen antike, wie obskure Bücher, die man womöglich nirgends sonst auf der Welt findet. Namensgeber der Buchhandlung war schließlich die Horror-Kurzgeschichte »The Monkey’s Paw« von W.W. Jacobs.

Jedes Buch, das Fowler auswählt, muss in eine der folgenden Kategorien passen: das Schöne, das Geheimnisvolle, das Makabere oder das Absurde. Und dann befindet sich im Monkey’s Paw auch noch der erste Biblio-Mat der Welt – ein Automat, der für $2 ein zufällig ausgewähltes Buch ausspuckt. Affengeil, oder?

 

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Hineinspaziert ins Bata Shoe Museum

12.000 Schuhe bestücken die Schuhsammlung im Bata Shoe Museum. Die Idee kann ja nur von einer Frau stammen, oder? Absolut. Sonja Bata, die Gründerin des Bata Shoe Museums, sammelt seit den 40er Jahren Schuhe. Während sie ihren Mann auf Geschäftsreisen rund um den Globus begleitete und dieser Geschäftstermine wahrnahm, shoppte sie sich durch die Schuhläden dieser Welt.

Als die eigenen vier Wände dann vor Schuhen platzten, gründete Sonja Bata das Schuh-Museum. Ganz originell befindet sich das Museum in einem übergroßen Schuhkarton.

Exponat Ballettschuh im Bata Shoe Museum, Toronto
Jennifer Latuperisa-Andresen

 

Die Erleuchtung am The Gibraltar Point Lighthouse

Auf Central Island, einer der berühmten und schönen Toronto Islands, steht der 25 Meter hohe The Gibraltar Point Lighthouse. Das Merkwürdige an ihm: Der Leuchtturm steht nicht direkt an der Küste, über die er gewacht hat, sondern 100 Meter weiter im Landesinneren.

Schuld an dem unfreiwilligen Locationwechsel ist Flugsand. The Gibraltar Point Lighthouse wurde 1808 fertig gestellt und ist somit eines der ältesten Gebäude der Stadt. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass es im Inneren des Leuchtturms angeblich spuken soll.

 

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Ganz schön abgefahren, die Lower Bay Station

Unterirdisch: Gleich unter der Yonge-University Subway Line, der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung des öffentlichen Nahverkehrsnetzes in Toronto, befindet sich das verlassene Gelände der Lower Bay Station. Der Bahnhof war 1966 lediglich sechs Monate lang in Betrieb. Seitdem sind die Eingänge zur Haltestelle verschlossen. Ideal für Filmproduktionen, die sich einen einsamen U-Bahnhof wünschen. Heute muss man Regisseur oder Schauspieler sein, um dort einmal über den Bahnsteig zu schlendern.

 

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