Tourism Ssaskatchewan/Chris Hendrickson

Die Grasslands von Saskatchewan

Es gibt sie immer noch – die echten Geheimtipps unter Kanadas zahlreichen Naturwundern! Sie liegen abseits der ausgetretenen Pfade in einer Region, die selbst in den Ohren erfahrener Kanada-Urlauber wie Neuland klingt: Saskatchewan!

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Hello Sunshine!

Kanadas sonnenverwöhnte Prärieprovinz ist ein wahres Paradies für Naturfreunde mit Lust auf neue Eindrücke und noch nicht dagewesene Erlebnisse. Auf einer Fläche von insgesamt 2 Millionen Hektar befinden sich 2 National Parks, 34 Provincial Parks und über 100 Regional Parks. Als wahrer Juwel unter all diesen phantastischen Naturschauplätzen präsentiert sich der Grasslands National Park im Südwesten der Provinz. 

Er ist Kanadas einziger Nationalpark, der eine der letzten intakten und ursprünglichen Graslandschaften der nordamerikanischen Prärie schützt: der Grasslands National Park. Dem staunenden Besucher zeigt sich die Prärie hier in ihrer ursprünglichen Form. Erst hier gelingt es uns, die Schönheit und Weite der hügeligen Landschaft zu (be-)greifen. Sanft wiegt sich das Gras im Wind. Der Horizont ist unendlich und die Wolken formieren sich auf dramatische Art und Weise. Und das Ganze in einem Farbspiel, das nicht von dieser Welt zu sein scheint. 

Shutterstock.com/BGSmith
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Riesiges Vorkommen an Dinosaurierfossilien

Vor unserem geistigen Auge jagen die First Nations den riesigen Bisonherden hinterher, die das Landschaftsbild hier einst prägten. Doch das ist lange vorbei. Nach ihrer Ausrottung startete im Grasslands National Park erst im Jahr 2005 ein erfolgreiches Wiederansiedlungs-Projekt für die Präriebisons, die inzwischen aufs Neue in ihrem ursprünglichen Lebensraum beheimatet sind. Doch nicht nur die Bisons gilt es zu schützen. Die nordamerikanische Prärie als Ganzes ist in Gefahr, denn mindestens 80% ihrer Fläche ist bereits der Weidewirtschaft zum Opfer gefallen. Mit über 70 verschiedenen Arten von Präriegras und mehr als 50 Gattungen Wildblumen spielt der Grasslands National Park eine entscheidende Rolle, dieses phantastische Ökosystem zu erhalten.

Der 907 Quadratkilometer große Park im Südwesten Saskatchewans, kurz vor der Grenze zu Montana/USA, besteht aus zwei Teilen. Der West Block umfasst das landschaftlich reizvolle Frenchman River Valley, während wir im weniger frequentierten East Block karge Badlands vorfinden – und ein riesiges Vorkommen an Dinosaurierfossilien. Im Besucherzentrum, das außerhalb des West Blocks im nahen Städtchen Val Marie liegt, erfahren wir, dass der Park bei ausgiebigen Wanderungen, Ausritten oder Fahrradtouren durch die hügelige Prärie erkundet werden kann.

Tourism Saskatchewan/Chris Hendrickson
Tourism Saskatchewan/Chris Hendrickson

Selbst Kanufahren auf dem Frenchman River ist zu bestimmten Zeiten trotz des im Sommer trockenen und heißen Klimas möglich. Natürlich kommen hier auch Tierbeobachter und Fotografen voll auf ihre Kosten. Und auch das Herz der Sternengucker dürfte höher schlagen. Schließlich wurde der Park im Jahr 2009 zu einem »Dark Sky Preserve« zum Schutz des Lebensraums nachtaktiver Tiere ernannt. Kein Schimmer künstlichen Lichts verfälscht hier den Nachthimmel und ermöglicht somit einen Blick auf die funkelnden Sterne im Schwarz der nächtlichen Prärie.

Macht Fun: das Geo-Caching

Die Maßnahme zeigt bereits erste Erfolge: Der vor Jahren vertriebene und in freier Wildbahn bereits ausgerottete Schwarzfußiltis ist hierher zurückgekommen. Ein besonderer Spaß ist das Geo-Caching, das seit einiger Zeit im Park angeboten wird. Bei dieser elektronischen Schatzsuche werden die Verstecke, sogenannte »Geocaches«, anhand ihrer geografischen Koordinaten im World Wide Web veröffentlicht und können anschließend mit Hilfe eines GPS-Empfängers gesucht werden. Um die 5 Geocaches im West Block des Grasslands National Park zu finden, muss eine Strecke von insgesamt 10 Kilometererwandert werden. An jedem Versteck erfährt der Teilnehmer viel Wissenswertes über den jeweiligen Standort und das dazugehörige Thema. So begibt man sich u.a. auf die Spuren der Ureinwohner, die einst in der Prärie zu Hause waren. Immerhin befinden sich im Park über 12.000 historische Tipi-Ringe!

Shutterstock/Richard Wayne Collens

Eine perfekte Basis für Ausflüge in den Park ist das The Crossing Resort, das inmitten eines 30 Hektar großen Areals ursprünglicher Prärie rund 5 km südlich des Städtchens Val Marie und somit direkt vor den Toren des westlichen Park-Blocks liegt. Neben Ferienwohnungen und Stellplätzen für Zelte und Wohnmobile wird hier auch eine regelrechte Zeitreise in die Vergangenheit angeboten: Wer die Prärie ganz authentisch wie einst die First Nations erleben möchte, kann in einem der vier großen Tipis des Resorts übernachten, die etwas abseits und mit freiem Blick auf die hügelige Graslandschaft aufgebaut sind. Die Tipis verfügen über einen stabilen Holzboden aus Zedernholz und können bis zu 6 Personen beherbergen. Was kann es Schöneres geben, als unter dem klaren Sternenhimmel der Prärie beim Geheul der Coyoten zur Ruhe zu kommen?

Weitere Informationen gibt es unter: www.sasktourism.com und www.crossingresort.com.

 

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