Newfoundland & Labrador Tourism

Multimedia-Reiseführer für Nova Scotia und Neufundland und Labrador

 

Die Atlantik-Provinzen von Kanada lassen sich prima bei einer Rundreise verbinden. Hier findet ihr die Kombination aus Nova Scotia und Neufundland.

Wer die Sache größer aufzieht, macht sich auf den knapp 300 Kilometer langen Cabot Trail. Auch der ist mit dem Fahrrad oder E-Bike machbar, doch die meisten Besucher kommen mit dem Auto oder Campervan.

Und knurrt nach dem Trip der Magen? Wie überall in der Provinz verstecken sich am Trail Restaurants mit typischen Spezialitäten: Hummer, Clam oder zu Abwechslung mal eine dampfende Chowder. Am Cabot Trail wäre das zum Beispiel der „Rusty Anchor“

Neufundland

Je nach Wetter und Seegang rund sieben Stunden dauert die Fährfahrt von North Sydney in Nova Scotia durch die Cabot-Straße nach Port aux Basques in Neufundland. 16 Stunden braucht, wer die Verbindung nach Argentia auf der Avalon-Halbinsel nimmt.

Sie befindet sich im Osten Neufundlands, auf Avalon liegt auch die Provinz-Hauptstadt St. John’s, die von Halifax aus alternativ mit dem Flugzeug angesteuert werden kann.

Funkgeschichte und Eisbergtouren – Die Hauptstadt St. Johns

St. Johns: Heute ist St. John’s 100 000 Einwohner groß, doch 1497 begann die Geschichte mit einem Mann: Giovanni Caboto, der der erste Europäer seit den Wikingern war, der das nordamerikanische Festland betrat. Wahrzeichen der in einen felsigen Naturhafen geschmiegten Stadt ist der Cabot Tower auf dem Signal Hill an der Hafeneinfahrt.

Signal Hill deshalb, weil hier Funkgeschichte geschrieben wurde: 1901 empfing hier der italienische Radiopionier Guglielmo Marconi das erste kabellos übertragene Signal empfing, das es über den Atlantik geschafft hatte. Die neue Technik wurde schnell bedeutsam für die Schifffahrt – auch die „Titanic“ nutzte sie.

Cape Spear

Ein geografischen Superlativ ist Cape Spear  – es ist der östlichste Punkt Nordamerikas, auch wenn das umstritten ist. Von hier in die Weite des Atlantiks zu blicken, ist ein besonderes Gefühl. Wer nach Norden schaut, dem eröffnet sich aber auch ein spektakuläre Kulisse entlang der Küste bis nach St. Johns.

Achtung: flugfaule Vögel! Auf Papageientaucher-Tour

Ein weiterer guter Ausgangspunkt fürs Whale Watching, aber auch, um die niedlichen Papageientaucher zu besuchen, ist Bay Bulls, eine halbe Autostunde südlich von St. John’s. Vor Ort gibt es mehrere Veranstalter, der populärste davon O’Briens Boat Tours  – je nach Laune des Guides schmettert der sogar Seemanslieder ins Mikrophon.

Karibus, Kanadagänse und Einsamkeit – Bay du Nord Wilderness Reserve

Auf der Weiterreise über die Hauptinsel Neufundlands lohnt ein Abstecher ins Landesinnere zum Bay du Nord Wilderness Reserve, einer der naturbelassenste Landstrich, in dem der größte Bestand des Kanadischen Waldkaribus heimisch ist, der 15 000 Tiere umfassen soll. Auch die Kanadagans wird Besuchern dort begegnen.

Terra Nova National Park – Auf Schneeschuhen zum Schneeschuhhasen

Als die unbekanntere Alternative zum bekannten Gros Morne National Park oder die Torngat Mountains gilt der Terra Nova National Park im zerklüfteten Westen. Die Landschaft mag nicht so atemberaubend sein, die es keine großen Berge gibt – dafür aber endlose Wälder, Sümpfe und geschwungene Ebenen.

Zwölf Wanderwege wurden markiert, im Winter erweist sich das 1957 als erster Nationalpark der Provinz eröffnete 400-Quadratkilometer-Areal als bestes Revier für Skilanglauf und Schneeschuhwandern. Und man will es kaum glauben: Neben Weißkopfseeadlern am Meer, Bibern oder Elchen kann man in der Wildnis Schneeschuhhasen begegnen, die es tatsächlich gibt.

Twillingate – die “Iceberg Capital Of The World“.

Hat es aufgrund von Schlechtwetter und Nebel mit der Eisbergbeobachtung an anderen Orten nicht geklappt, in Twillingate gibt es die ultimative Chance. Immerhin gut 2.000 Menschen leben in dem Fischerort, das Zwanzigfache an großen, von grönländischen Gletschern abgebrochenen Eisklumpen zieht jährlich die Iceberg Alley vor der Küste entlang .

Der Stadtslogan lautet „weltbekannt für Eisberge und frische Luft“, das auf Klippen und Felsen hübsch gebaute Twillingate mit seinen pastellfarbenen Häusern gilt als “Iceberg Capital Of The World“.

Der Park der Parke – Die Vielfältigkeit von Gros Morne

Also der  Höhepunkt einer jeden Neufundlandreise darf der Besuch des Gros Morne National Parks gelten. Mit seiner dramatischen Landschaft aus Fjorden, Bergen, Fließen, Seen, Stränden und einst von Gletschern ausgewaschenen Landstrichen gilt er als einer der schönsten seiner Art in ganz Kanada und Eldorado für Wanderer,

Kayaktouren oder Wildbeobachtung. Die Pissing Mare Falls sind mit einer Fallhöhe von 350 Metern die höchsten Wasserfälle im Osten Nordamerikas. Höchster und namensiebender Berg ist der Gros Morne mit seinem Gipfel auf 807 Metern.

 

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