Justin Luebke

Wildnis leicht gemacht

Abenteuer in der Natur machen Spaß – aber sind auch nicht immer ganz ungefährlich. Besonders wenn man mehrere Tage abseits der Zivilisation, zum Beispiel beim Wandern und vielleicht ja sogar alleine verbringt, sollte man gut vorbereitet sein. Wir haben ein paar einfache, aber hilfreiche Pfadfinder-Tricks für euch. Und zeigen euch einen tollen Wanderweg, der erst kürzlich eröffnet hat, auf dem ihr die Tipps direkt anwenden könnt.

A und O des wanderns ist …

… genügend Wasser bei sich zu tragen. Klar, weiß jedes Kind, passiert aber immer wieder, dass man am Ende doch nicht genügend Flüssigkeit dabei hat. Nicht immer ist das Wasser aus Flüssen trinkbar, wenn es zum Beispiel durch Bakterien verunreinigt ist. Am sichersten ist es, das Wasser von höheren, grünen Blättern abzutrinken. Andernfalls sind Wasserreinigungstabletten eine einfache Lösung, auch Fluss- oder Seewasser schnell trinkbar zu machen.

*  Durch Kanada führt der längste Pfad der Welt, der Great Trail . Teile von ihm führen über Wasser, so zum Beispiel auch die 120 Kilometer lange Kanustrecke vom Gardiner Dam nach Saskatoon. Unterwegs gibt’s unberührte Natur zum Picknicken und Campen. Den detaillierten Verlauf des Chief Whitecap Waterways findet ihr hier.

Scott Goodwill

Schau dich um

Es geht so schnell – auf einmal hat man die Orientierung verloren. Deswegen sollte man immer ganz bewusst auf seine Umgebung achten, sich Auffälligkeiten als Wegmarkierung merken und nach Tieren Ausschau halten.

Wer länger in der Wildnis bleibt, sollte sich nicht allein auf seinen Orientierungssinn verlassen. Hilfreich sind eine Karte der Gegend, ein Kompass, ein GPS oder andere Hilfsmittel, die nicht (wie ein Handy!) auf Batterien angewiesen sind. Falls man sich dann doch mal verläuft, ist es wichtig, nicht in Panik zu verfallen und ruhig zu bleiben. Man kann zum Beispiel auf eine Anhöhe steigen, um sich neu zu orientieren.

*  Einer der neueren Teile des Trails, der High Rockies Trail, führt in 85 Kilometern südlich des Banff National Parks in Alberta durch die Berge und Wälder und gewährt Wanderern oder Mountainbikern eine beeindruckende Bergszenerie der Rocky Mountains. 

Andrew Welch

Lieber nicht …

unbekannte Früchte oder andere Pflanzen essen. Man möchte ja nicht enden wie Alexander Supertramp aus Into the Wild. So oder so ist es hilfreich, sich in Erster Hilfe auszukennen, um Symptome bei sich und anderen schnell zu erkennen. Unbedingt die örtlichen Notrufnummern auswendig lernen und sich vorher über gefährliche Tiere oder Pflanzen in der Gegend informieren. 

* Im Süden von British Columbia verläuft der Kettle Valley Rail Trail auf 400 Kilometern über die Strecke einer alten Eisenbahn, die vor hundert Jahren Silber zur Küste transportierte. Teilweise verläuft der Pfad entlang einer Straße, teils durch Wildnis, manchmal müssen Flüsse auf einer abenteuerlichen Schwebefähre überquert werden.

Feuerteufel

Feuer spendet Wärme und Licht in kalten Nächten! Und ist gleichzeitig ein praktischer Herd zum Kochen. Darum sollte man unbedingt immer mindestens zwei Möglichkeiten bei sich tragen, um Feuer zu machen – falls die Streichhölzer nass werden, für alle Fälle noch das Feuerzeug parat haben oder umgekehrt.

* Im Norden des Yukon verläuft der atemberaubende Dempster Highway durch die Einsamkeit des Yukon. Die 460 Kilometer lange Schotterpiste verlangt dem Wanderer oder Fahrradfahrer viel ab – aber es lohnt sich!

Vincent Guth

Es werde Licht

Auch eine Taschenlampe, praktisch sind Stirnlampen, sollte man beim Wandern über Nacht dabei haben. Wechselbatterien oder eine Powerbank als Back-up nicht vergessen! Wer längere Zeit wandert oder eine gefährliche Strecke läuft, sollte vorher jemanden über seine Pläne informieren.

 *Die gesamte Route des über 21.000 Kilometer langen Pfades von Küste zu Küste, spannende Erlebnisse von unterwegs und Etappenvorschläge findet ihr hier