Toronto begeistert mit glänzenden Wolkenkratzern, urbanem Flair und einer vielfältigen Food-Szene. Zwischen großen Parks und schicken Galerien verstecken sich jede Menge kulinarischer Highlights, von Michelin gekürten Restaurants bis hin zu intimen Brunch-Spots. In unserem Toronto Food-Guide verraten wir euch die zehn besten Restaurants der Stadt!
Text: Susanne Jung-Klotz
CHUBBY’S JAMAICAN KITCHEN
Aus einem dekonstruierten Townhouse des späten 19. Jahrhunderts weht einem Inselluft entgegen. Zwischen freiliegenden Stahlpfeilern, Palmentapeten und warmen Holzpanelen wird jamaikanisches Essen serviert. Dazu gehören karibische Klassiker wie Jerk Chicken; also gegrilltes Hähnchen in einer würzig-scharfen Marinade, Backbananen oder jamaikanische Dumplings. Für vegetarische Gäste empfiehlt sich in der Chubby’s Jamaican Kitchen der leckere Süßkartoffeleintopf oder der frische Wassermelonensalat. An gleich zwei Bars mixen die Bartender spannende Signature Cocktails – die meisten davon natürlich mit bestem jamaikanischem Rum. Und wo wir schon dabei sind: Insgesamt gibt es hier rund 10 unterschiedliche Sorten Premium-Rum, durch die man sich am Abend probieren kann.
Dieser Link führt zur Website von Chubby’s Jamaican Kitchen.

Sushi Masaki Saito
Von der 200 Jahre alten japanischen Ess-Theke bis zu den traditionellen Shōji-Wänden aus Holz und Papier: Alles in diesem Restaurant in Toronto fühlt sich nach Japan an. Und das Essen? Überlassen wir dem Koch! Bei Masaki Saito wird nämlich nach dem traditionellen Prinzip »Omakase« gekocht. Übersetzt heißt das so viel wie »Ich überlasse es Ihnen«. Der Chefkoch aus Hokkaido bereitet mit tagesfrischen Zutaten ein erstes Gericht zu. Mundet es dem Gast, baut er die restlichen Speisen darauf auf. Üblicherweise werden bei Omakase ganze zehn bis zwanzig saisonale Gänge serviert.

Das hat übrigens seinen Preis: Für das Menü im Sushi Masaki Saito, das mit zwei Michelin Sternen ausgezeichnet ist, zahlt man 780 Dollar.
Die Website des Sushi Massaki Saito lässt sich mit diesem Link finden.
Giulietta
Koch Rob Rossi bezeichnet sein Restaurant Giulietta als »Nachbarschaftslokal« mit ehrlichem und authentischem italienischen Essen. Zugegeben ist es mit seinem sleeken unaufgeregten Interior Design etwas zu schick für das einfache Restaurant um die Ecke, dennoch hat es einen gewissen Wohlfühlfaktor. Dafür sorgt vor allem die »Chef’s Bar«. Hier bereitet der Fernsehkoch frische Pasta und mediterrane Lieblingsgerichte vor den Augen seiner Gäste vor. Das Entertainen gewohnt, lässt er es sich nicht nehmen, durch die einzelnen Schritte zu führen. Bei diesem interaktiven Speiseerlebnis entführt er die Besucher kurzerhand auf eine Reise in die italienische Sonne, mit ihren intensiven Aromen und ihrem Guten-Laune-Essen.
Mit diesem Link lässt sich die Website des Restaurant Giulietta aufrufen.

Mimi Chinese
Das chinesische Restaurant Mimi Chinese begrüßt seine Gäste mit einem Faible für Vintage-Charme. Klassischer China-Dekor mit dunklen Blumentapeten, roten Sitzecken und flirrenden Neonlichtern trifft auf traditionelle Gerichte mit modernem Twist. Wie in China so üblich, bestellt man nicht etwa nur ein Gericht. Nach klassischer Manier werden verschiedene kleine Speisen ausprobiert, geteilt und genossen. Da wären zum Beispiel ein scharfer Gurkensalat mit blumigem Finish, Shrimp-Toast mit scharfer Senf-Mayonnaise oder Seebarsch mit fermentierten Chilis. Klassiker wie gebratener Reis oder Gemüse Stir-Fry dürfen natürlich auch nicht fehlen! Alles in allem eins der besten Restaurants in Toronto für einen Abend mit Freunden oder Familie.
Dieser Link führt zur Website von Mimi Chinese.

Louix Louis
Das Louix Louis im 31. Stock des St. Regis Toronto ist vor allem eins: Glamourös. Benannt nach dem französischen König Louis X, zeichnet sich das Restaurant in Toronto durch goldenen Dekor, warmes Licht und eine marmorierte Decke aus, ohne dabei altbacken zu wirken. Nach eigenen Aussagen kennt Louix Louis sich mit dem »Guten Zeug« aus – »denn wer weiß, was das Morgen bringt.«

Wie der Morgen hier aussieht, ist aber relativ klar. Nachdem die Gäste mit einem Welcome-Mimosa angestoßen haben, geht es weiter mit Trüffel-Eggs-Benedict, Räucherlachstartine oder auch echten Frühstückklassikern. Dazu gibt es saisonales Obst, duftendes Gebäck und zum Nachtisch zum Beispiel einen Schokokuchen mit ganzen 13 Schichten oder »The King’s Cake«. Perfekt für alle, die jede Mahlzeit zelebrieren wollen!
Dieser Link führt zur Website des Louix Louis.
Curryish Tavern
»Curryish« bedeutet frei übersetzt so was wie »curry-mäßig«. Ungefähr so könnte man das Restaurant vereinfacht auch beschreiben. Koch Miheer Shete wurde in Mumbai geboren und das spürt man in seiner Küche. Er kombiniert kanadische Zutaten gekonnt mit indischen Gewürzen und klassischen Currys. In der Curryish Tavern gibt es Lammburger mit Masala-Pommes sowie Masala-Chicken mit gerösteter Kokosnuss. Für Vegetarier sind die Aloo-Gnocchi mit Blumenkohl-Curry zu empfehlen.

Besonders cool: Einige der Gerichte kann man als »Heat at Home Meals« kaufen, perfekt für eine schnelle, leckere Mahlzeit an einem vollgepackten Sightseeing-Tag. Und wer weiß – vielleicht werden seine Gerichte bald selbst zu modernen Klassikern!
Über diesen Link lässt sich die Website von Curryish Tavern aufrufen.
Baro Toronto
Das Baro Toronto ist ein kleines Stück Lateinamerika mitten in Kanada. Auf ganzen vier Stöcken bietet das Restaurant in Toronto eine einzigartige kulinarische Erfahrung für jeden Anlass: ob ein ausgiebiges Essen im Main Dining Room, ein kurzer Stopp in Pablo’s Snack House, eine Party im Loft oder ein Barbecue mit Cocktails auf der stylishen Dachterrasse. Auf dem Menü stehen verschiedene Gerichte aus ganz Südamerika wie Thunfisch Ceviche, Jackfruit Empanadas oder geröstetes Hühnchen mit Cilantro und Chimichurri.

Ein besonderes Highlight ist auch der Brunch, bei dem Frühstücksklassiker im Latino-Style neu interpretiert werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer südamerikanischen Shakshuka oder südamerikanischem French Toast?
Dieser Link öffnet die Website von Baro Toronto.
Richmond Station
Eine Art Bahnhofswegweiser zeigt in Richtung des großen Bullaugen-Fensters, auf dem in goldenen Buchstaben fein säuberlich »Richmond Station« steht. Der Wunsch dahinter, ist ein Spot in Downtown Toronto zu sein, an dem man nach der Arbeit schnell sein Lieblingsgericht isst und immer wieder auf die gleichen Leute trifft. Obwohl das Menü klassisch kanadisch und down to earth ist, umgibt es ein Hauch des Besonderen. Da wären ein klassischer Burger mit Rosmarin-Pommes oder gegrillter Seesaibling mit Seetangbutter. Für Vegetarier gibt es zum Beispiel Pilzsuppe oder gebackenen Brie mit Apfelmus. Lust auf was Außergewöhnliches?

Regelmäßig kreiert der Chefkoch der Station ein neues Tasting-Menü mit frischen, lokalen Zutaten aus Südontario. Einfach köstlich!
Dieser Link führt zur Website von Richmond Station.
Gia Toronto
Das Essen bei Gias ist so gut, dass selbst überzeugten Fleischessern kaum auffällt, dass alles vegetarisch ist. In der Tat finden sich auf der Karte ausschließlich vegetarische oder vegane Interpretationen der italienischen Küche. Was bei cremigem Gemüserisotto oder Trüffel-Pasta nicht schwerfällt, bedarf bei Fleischbällchen schon etwas mehr Fantasie. Die leckeren Meatballs mit der Pankokruste und dem cremigen Mozzarella sind aus »Impossible Meat«, einem hochwertigen Fleischersatz.

Übrigens: Gia ist eines der ersten kanadischen Restaurants, das vom Guide Michelin erwähnt wurde!
Dieser Link öffnet die Website von Gia.
Alder Toronto
Ein prasselndes Feuer ist das Herzstück des Restaurants Alder in Torontos Fashion District. Über ihm werden hochklassiges Fleisch, frische Meeresfrüchte und knackiges Gemüse geröstet. Koch Patrick Kriss, Besitzer von gleich sechs spannenden Gastronomiebetrieben, hat es sich zum Ziel gesetzt, mit Rauch und Feuer Röstaromen aus den frischen Zutaten zu kitzeln und sie in ganz neue Geschmackswelten zu überführen. Er kombiniert kanadische Tradition mit europäischen Elementen, die er aus seiner Zeit in Frankreich mitgebracht hat. Dabei heraus kommen Gerichte mit Oktopus und knusprigen Kartoffeln oder frischen Miesmuscheln.

Getoppt wird das Ganze noch von der einzigartigen Location: Dem Ace Hotel. Entworfen von einem preisgekrönten Architektenteam, beeindruckt das Gebäude mit brutalistischem Retro-Stil und einem offenen Grundriss mit hohen Decken.