Fashion in Kanada

 

Die Fashion-Industrie in Kanada ist noch sehr jung und wird oft von den USA in den Schatten gestellt. Zu Unrecht. Denn das Land hat großartige Designer, die Kanada mit Stolz erfüllen, sei es auf nationaler oder internationaler Ebene. Wir haben mit einer kanadischen Mode-Bloggerin gesprochen, die uns ihre Top-Designer verrät.

 

Die Bloggerin

Wen fragt man am besten, wenn es um kanadische Mode geht? Die erste Adresse, die uns genannt wurde, ist die kanadische Fashion-Bloggerinnen Ania Boniecka. Sie ist die erfolgreichste und die angesehenste Modebloggerin des Landes.20160729-20160729-032A3766-Edit

»Die kanadische Mode ist super vielfältig. Gründe dafür sind sicherlich, dass dieses Land sehr multikulti ist. Ein weiterer großer Einfluss sind sicherlich die unterschiedlichen Klimaverhältnisse. Insgesamt kann man sagen, dass Québec in der Ästhetik anspruchsvoller ist, als die Westküste. Die Westküste hingegen ist entspannter, leichtgängiger und setzt auf neutrale Farbpaletten, die eher der Natur- und Outdoor-Mentalität der Menschen dort entspricht«, erklärt die 29-jährige Betreiberin des Blogs ania b., , die selbst in Calgary lebt. Vor drei Jahren entschied Ania, sich ausschließlich auf ihre Fotografie, ihren Blog und das Modeln zu konzentrieren und gab ihren Vollzeitjob auf. Heute reist sie um die ganze Welt, hat bereits mit bekannten Marken wie H&M, ALDO, J.CREW und AMERICAN APPAREL gearbeitet und ist Marken-Botschafterin für JOE FRESH und TOPSHOP.

Hier verrät die gebürtige Polin ihre persönlichen Lieblings-Designer aus Kanada:

 

Paul Hardy

»Ich habe Paul gerade noch auf der CAFA-Fashion-Präsentation gesehen«, erzählt Ania. »Er ist ein toller Designer und ich liebe seine Kollektionen.« Offiziell begann Paul Hardy seine Designer-Karriere im Jahr 2002 mit einer Eröffnungsshow der Toronto Fashion Week, bei der seine erste Kollektion einschlug wie eine Bombe und es überall hieß: «A Star is born«.PaulHardy

 

Lauren Bagliore

»In Laurens Designerstücke kann man sich nur verlieben«,  schwärmt Ania. »Mein Lieblingspiece ist aktuell der Kimono-Mantel. Das Beste: Du kannst ihn – wie viele von Laurens Stücken – beidseitig tragen und er ermöglicht dir somit viele unterschiedliche Styles.« Die Leggins, die Ania hier auf den Fotos drunter trägt, macht den Layering-Look perfekt und ist ganz charakteristisch für die Designerin, die in New York und Kanada lebt.20160829-20160829-032A1770-Edit

 

Greta Constantine

Der Name des Labels ist eine Kombination des Namens von Stephen Wongs Mutter Greta und dem von Kirk Pickersgill Großvater Constantine. Das Duo arbeitet in Toronto, wo auch die aktuelle Kollektion der beiden Kanadier entstand. »Stephen und Kirk sind fantastisch und wissen, was sie tun. Ihre Kleider aus Seide gehören zu meinen absoluten Lieblingen im Kleiderschrank.«Greta Constantine - Press Shot_FelixWong

 

JOSEPH RIBKOFF

Schon seit sechzig Jahren sind die Designs des kanadischen Modeschöpfers heißbegehrt. Was in Montreal begann, begeistert nun Damen aller Welt. Die Styles Joseph Ribkoffs zeichnen sich vor allem durch eine exzellente Passform, weibliche Schnitte und einen hohen Tragekomfort aus. Es ist der Mix von klassisch und modern, von gemütlich und schick, den die Kunden schätzen. Die Designs sind für selbstbewusste Frauen, die elegant und lässig zugleich aussehen möchten. Im Büro und beim Dinner.

 

 
 
 
 
 
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ERDEM

Ausgezeichnet mit dem British Fashion Councils, ist der kanadische Designer Erdem Moralioglu einer der erfolgreichsten Modemacher des Landes. Berühmt sind die Designs Erdems für die leuchtenden Blumendrucke und die verspielten Einflüsse vergangener Epochen wie die des Barocks. Eine weitere Inspirationsquelle sind die weiblichen Protagonisten aus Büchern. Seine neuste Kollektion verzaubert mit großem Volant, Seide, Pastelltönen, extravaganten Hüten und Einflüssen der 40er Jahre. Über seinen eigenen Style sagt Erdem übrigens, er kleide sich wie sein Vater. Ganzschön bescheiden!

 

 
 
 
 
 
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NONIE

Was Meghan Markle, Herzogin von Sussex, Gattin von Prinz Harry, trägt wird hundertfach fotografiert und tausendfach gepostet. Designer reißen sich darum, eins ihrer Stücke an der schönen Kanadierin zu sehen. Doch das Ausmaß des Meghan-Effekts auf ihr Label, hätte selbst Designerin Nina Kharey niemals für möglich gehalten. Als Meghan das rosafarbene Trenchcoat-dress beim Besuch der der Nelson Mandela Centenary Exhibition trug, wurde der Look zu einem der absoluten Highlights aller Meghan Outfits. Die indisch inspirierten Designs versprühen durch die leichten, fließenden Stoffe eine besonders zarte Eleganz.

 

 
 
 
 
 
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Travis Taddeo

Wer es minimalistisch, schlicht und leicht mag, ist bei Travis Taddeo genau richtig. Die Marke steht für Spaß, Rebellion, Jugend und Furchtlosigkeit. Er selbst bezeichnet seinen Style als »luxury streetwear«. Klar, dass auch Ania da ein großer Fan seiner Arbeit ist:»„Mit seinen Teilen bist du super hip gekleidet, gleichzeitig sind sie auch noch mega bequem. Perfekt!«

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DSquared2

Das wohl bekannteste kanadische Label gehört den Zwillingsbrüdern Dan und Dean, Sie sind auch das Lieblingslabel vieler Promis. Eine ihrer Modeschauen im Jahr 2005 endete damit, dass Christina Aguilera männliche Models aus ihren Kleidern „befreite“. Im September 2007 kooperierte die DSquared2-Fashion-Show in Mailand mit Popstar Rihanna, die in einem amerikanischen Muscle-Car auf die Bühne kam. Im Januar 2010 luden die DSquared2-Brüder zu ihrer Herbst-Winter-Herren-Show in Mailand den deutschen Sänger Bill Kaulitz ein, der in einem vergitterten Aufzug à la Rocky Horror Picture Show auf die Bühne heruntergelassen wurde und sich danach auf dem Laufsteg präsentierte.

 Casimiro PT/Shutterstockc.om
Casimiro PT/Shutterstockc.om

 

 

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