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Wahnsinn! Diese Nationalparks von British Columbia

Sieben sagenhafte und total unterschiedliche Nationalparks warten in der wunderschönen Natur British Columbias darauf, entdeckt zu werden. Welcher ist der Schönste? Weiß ich nicht! Ich finde alle toll!
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Gwaii Haanas National Park

»Inseln voller Wunder und Schönheit« Diesen Namen gaben die Haida dem heutigen Gwaii Haanas Nationalpark, der sich auf 138 Inseln im pazifischen Westen des Landes erstreckt. Ein Name, der nicht nur vielversprechend klingt, sondern auch gleich sein Versprechen hält!Er ist das erste Naturschutzgebiet der Welt, das sich vom Meeresgrund bis zu den Berggipfeln ausdehnt. Land, Meer und Menschen werden unmittelbar miteinander verbunden. Über 3.500 Meerestiere sind hier zu Hause, wie beispielsweise der gefährdete Große Tümmler.West Coast Trail Eco Summer Expeditions/Justin walker

Pacific Rim National Park Reserve

Dieser Nationalpark ist in seiner Aufteilung ein eher ungewöhnlicher Kandidat. Er ist nämlich in drei unterschiedliche Abschnitte unterteilt, die vor der Westküste von Vancouver Island liegen: Long Beach, Broken Islands und den West Coast Trail.Wie der Name Long Beach vermuten lässt, findet man einen kilometerlangen Sandstrand vor, der von Tofino im Norden bis Ucluelet im Süden reicht. Den wohl bekanntesten Abschnitt des Nationalparks, der sich als einziger mit dem Auto erreichen lässt. Hier schmiegen sich viele schonend angelegte Wanderwege in die wunderschöne Natur.Die Broken Islands Gruppe besteht aus über 100 winzigen Insel in der Bucht Barkley Sound. Die Inselchen sind lediglich per Boot von Sechart oder Toquart Bay zu erreichen. Aber so wird das Erlebnis erst richtig rund.Bei dem dritten Abschnitt des Nationalparks handelt es sich, je nach Wetterbedingung, um einen der härtesten Wanderwege Kanadas. Der West Coast Trail ist der südlichste Abschnitt des Parks und verläuft insgesamt 75 Kilometer zwischen Bamfield und Port Renfrew. Um die Natur zu schützen, ist die Anzahl der Wanderer pro Tag auf 68 begrenzt.
Die Gulf Islands in British Columbia von oben
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Gulf Islands National Park Reserve

British Columbia ist ein Inselparadies. So ist auch der Gulf Island Nationalpark mit seinen 15 Inseln absolut sehenswert.  Ein Großteil des Parks befindet sich im Meeresraum zwischen dem Festland von Vancouver und Victoria auf Vancouver Island.Seine Namensgebung verdankt der Nationalpark einem kleinen Irrtum. Früher hatte man die Meeresstraße Strait of Georgia noch für eine Bucht gehalten, die Gulf of Georgia. Also wurde die Inselgruppe auf Gulf Islands getauft, bis sich herausstellte, dass es sich um einen Meeresarm des Pazifiks zwischen Vancouver Island und der Küste von British Columbia handelt. Der Name aber ist geblieben.Um die seltenen Vögel, Pflanzen und Meerestiere zu bestaunen, eignet sich eine Reise zwischen Juni und Oktober, wenn es trocken und warm ist. Eine Auto- oder Passagierfähre fährt von Vancouver nach Swartz Bay und Tsawwassen. Beide liegen im Süden der Inselgruppe.
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Kootenay National Park

Ist man auf der Suche nach Gegensätzen, wird man im Kootenay National Park definitiv fündig. Eine überraschend vielfältige Vegetation birgt im Süden Kakteen und im Norden Gletscher. Aber das ist noch nicht alles. Vereiste Flüsse treffen auf voll erschlossene heiße Quellen. Unglaublich. Die Tiere sind zwar nicht unbedingt gegensätzlich, aber dennoch nicht weniger spektakulär: Bergziegen, Dickhornschafe, Wapitis, Hirsche, Schwarz- und Grizzlybären.Zu beobachten ist die Schönheit des Parks vom Highway 93, der einmal durch den Park führt und von eindrucksvollen Gebirgsketten geschmückt ist. Von Calgary (Alberta) sind es knappe 150 Kilometer, bis man den Nationalpark erreicht hat. Die beste Reisezeit ist in den Monaten Juli und August, wenn die Blüten am Straßenrand erwachen. Doch auch im Winter lohnt sich ein Ausflug, denn dann ist der Marble Canyon besonders schön!
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Mount Revelstoke National Park

Mit dem Erreichen des Mount Revelstoke National Parks eröffnen sich einem traumhaft grüne Landschaften umgeben von beeindruckenden Bergketten. Teppiche von grasgrünen Wiesen und kunterbunten Wildblumen lauern in den Gipfeln des Parks, die direkt von den Straßen aus zu erreichen sind. Nirgendwo sonst in Kanada ist das möglich. Woche für Woche ändert sich das Farbspektrum der Blumen. Gelber Hahnenklee, roter Paintbrush oder blaue Lupinen blühen auf.Die Vegetation des Parks ist vielfältig: Saftige Bergwiesen gehen über in felsige Bergrücken und Gletscher. Die landschaftliche Veränderung ließe sich wie folgt beschreiben: Regenwald – Schneewald – kein Wald.Von Calgary aus ist der Park mit dem Auto zu erreichen. Man muss lediglich der Trans-Canada folgen, die am Südrand des Parks verläuft und atemberaubende Blicke auf die Natur freigibt. Ansonsten gelangt man nur von einer anderen Straße in den Park, der Meadows in the Sky Parkway, die von der Stadt Revelstoke zu erreichen ist.
Purcell Mountains
Purcell Mountains ©Canadian Mountain Holidays

Glacier National Park

Kanada wie aus dem Bilderbuch: tiefe Täler, dichte Nadelwälder und spektakuläre Berglandschaften. Dann ist man richtig, im Glacier National Park, wo man nicht enttäuscht wird, auf der Suche nach dem Bilderbuch-Kanada! Hier lauern Postkarten-Motive an jeder Ecke. Keine weißen Sandstrände umringt von türkisblauem Wasser, sondern unzählige Eisfelder und imposante Gletscher inmitten steiler Gebirge.Der Glacier-Nationalpark wurde von Gletschern aus den zerklüfteten Selkirk und Purcell Mountains herausgebildet, zwei Bergketten der Columbia Mountains. Stolze zwölf Prozent des Parks sind ganzjährig von Eis und Gletschern bedeckt. Kein Wunder, dass auch die Schneemengen zu den ergiebigsten der Welt gehören. Bis zu 17 Meter Neuschnee pro Jahr, nicht schlecht.Geöffnet ist der Park jedoch das ganze Jahr über, nur kann es von Dezember bis Mai aus Lawinenschutzgründen häufiger zu Straßensperrungen kommen. Aber keine Sorge, diese dauern meist nur zwei bis drei Stunden an, dann geht es weiter.

Emerald Lake im Yoho Nationalpark
Emerald Lake ©CTC

Yoho National Park

Mitten in den Rocky Mountains, eingegrenzt vom Banff und Kootenay National Park, liegt der Yoho National Park. Ein Nationalpark, der durch und durch überzeugt. Wo soll ich nur anfangen?Bei der Namensgebung am besten. Yoho stammt aus der Sprache der Cree-Indianer und bedeutet »Ehrfurcht«.  Hohe Achtung vor den enormen Felswänden, die den Park schmücken und den Besucher noch kleiner wirken lassen. Doch auch die spektakulären Gebirgsformationen beeindrucken und machen Lust auf mehr. Richtig gelesen, auf mehr, nicht auf Meer. Denn mit Strand und Meer kann der Nationalpark zwar nicht punkten, dafür aber mit donnernden Wasserfällen. Die Takakkaw Falls sind großartig! Nicht nur, weil es wohl die wörtliche Übersetzung wäre, sondern auch, weil sie mit 254 Metern die drittgrößten Wasserfälle des Landes darstellen. Nicht zu vergessen der nach seiner Farbe benannte Emerald Lake, der sich mit seinem smaragdgrünen Wasser in den Winkeln des Parks verbirgt.Der Nationalpark kann ganzjährig erkundet werden und lockt mit verschiedenen Aktivitäten. Zwar sind die meisten Highlights mit dem Auto zu erreichen, aber auch Wanderer und Eisenbahnliebhaber  kommen voll und ganz auf ihre Kosten.

Auch die Mitarbeiter des Spezialreiseveranstalters CRD International können sich nicht entscheiden, welchen der Nationalparks sie am schönsten finden. Aber alle Mitarbeiter sind sich einig, dass man die Nationalparks am besten bei einer Wohnmobilreise erkunden kann. Hier findest du tagesaktuelle Preise für Wohnmobile, und bei der Reiseplanung verraten dir die Reiseberater außerdem viele ihrer persönlichen Insider- und Geheimtipps.