Johanna Wall

Der beste Stopover

Glitzernde Bürohochhäuser, Kultur und Kulinarik auf Top-Niveau, Stadtstrände und dann noch die Berge zum Greifen nah: Vancouver ist Kanadas vielseitigste Metropole. Gerade deshalb eignet sie sich auch für einen 48-Stunden-Stopover.  Von Stefan Weißenborn

Es gibt diese Städte in Traumlagen. Vancouvers Skyline erhebt sich vor den Coastal Mountains, davor die Straße von Georgia, eine Meerenge des Pazifik. Morgens eine Kayak-Tour und am Nachmittag mit den Skiern die Piste runter? Von Vancouver aus kein Problem. 

Jennifer Latuperisa-Andresen
Jennifer Latuperisa-Andresen

Wie beginne ich meinen Städtetrip?

Unsere 48 Stunden in der Stadt starten wir am Bentall Center, einem himmelstürmenden Bürokomplex im Financial District, vom Flughafen aus erreichbar mit dem SkyTrain. Um viele von Vancouvers Sehenswürdigkeiten zu erreichen, empfiehlt sich zur Weiterfahrt einer der Hop on/Hop off-Trolleys, die auch in Vancouvers China Town halten, eine der größten chinesischen Communitys außerhalb Asiens.

CTC
CTC

Dort sehenswert ist vor allem der Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden, der 1986 als erste Anlage außerhalb des Mutterlandes im Stil eines typischen Ming-Gartens aus dem 15. Jahrhunderts angelegt wurde. Den vibrierenden Gegenpol bietet der Rest China Towns mit seinen vielen bunten Läden. An jeder Ecke bekommt man authentische Chinaspeisen geboten, darunter Dim Sum, das chinesische Gegenstück zu Tapas.

Und das Essen ist so gut

Vancouver hat eine elaborierte Gastroszene. Yaletown mit Lokalen wie dem Seafood-Restaurant Bluewater Café ist einer der Kulinarik-Hotspots, ebenso Gastown. Im ältesten Stadtteil mit seiner berühmten Dampfuhr eröffnete der britische Siedler John Deighton 1867 das erste Lokal. Heute bringt etwa das “L’Abattoir” kanadisches Lamm auf den Teller. Herz der Restaurantszene ist aber der Granville Island Market, ebenfalls mit dem Trolley erreichbar. 

Jim Safton
Jim Safton

Größte Grünanlage ist der Stanley Park an der Spitze von Vancouvers zentraler Halbinsel. Für den sportlichen Gegenpol zum Schlemmen kann das verstrickte Wegenetz mit dem Rad erkundet werden, besonders schön ist die Uferstrecke mit herrlichen Ausblicken auf Skyscraper und Berge. Im Park steht auch das Vanaqua, das größte Aquarium des Landes. Wen mehr die Schifffahrt interessiert, der besucht das Vancouver Maritime Museum im Vanier Park.

Nach der Kultur kommt der Konsum

Eine herausragende Position unter den Ausstellungshäusern hält das Museum für Anthropologie der Universität von British Columbia. Gelegen an einem grünen Abhang über der Straße von Georgia beherbergt es eine der umfänglichsten Sammlungen indianischer Schnitzereien der First Nations – Totempfähle, Masken, Baumskulpturen.

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Wie viel Attraktionen man an zwei Tagen schafft oder schaffen will, hängt von den individuellen Vorlieben ab. Wer, bevor es am Abend womöglich in eine der vielen Bars in Gastown geht, noch shoppen möchte, kann sich in den nahen Boutiquen oder auf der Robson Street in West End austoben. Eine der besten Adressen für Vintage-Kleidung ist Mintage auf dem Commercial Drive. 

Raus in die Natur

Man kann den Kommerz der Stadt aber auch hinter sich lassen. Bis in die Berge ist es mit dem Auto nur eine halbe Stunde, am Cypress Mountain rotieren in der Saison von Dezember bis April die Skilifte. Wem das für 48 Stunden Vancouver zu aufwendig ist, kann den Stopover auch an einem der Stadtstrände ausklingen lassen. Der populärste: Kitsilano Beach am Fjord Burrard Inlet in der gleichnamigen Neighbourhood. Im Sommer hat dort ein 137 Meter langes Salzwasserbecken geöffnet – Kanadas längster Pool.  

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